


Maistra spricht... Nr. 8
Bettina Plattner-Gerber und Gion A. Caminada im Gespräch mit der Südtiroler Lyrikerin Roberta Dapunt zum Thema “Heimat” - Zwischen Hinwendung zum Kleinen und dem Blick auf die Welt
Die Veranstaltung setzt die öffentliche Gesprächsreihe zur Bau- und Projektzeit des Hotels fort.
In dieser Gesprächsrunde wollen wir unter anderem der Frage nachgehen, welche Bedeutung die Heimat-Metapher im Bauprozess des Hotels hatte und im Hotel-Universum weiterhin hat. Wie beeinflusste der Begriff „Heimat“ die Architektur und welche Auswirkungen hatte sie für das Schaffen eines „Ambiente des Wohlbefindens“ für jene Menschen, die im Hotel Maistra 160 nicht nur zu Gast sind, sondern dort leben und arbeiten?
Das Phänomen Heimat zeigt sich überall und in verschiedenen Facetten.
Für diejenigen, die vom Schicksal weniger begünstigt wurden und von ihrem vertrauten Raum weggehen müssen, bleibt Heimat eine Sehnsucht. Für Menschen, die das Nomadentum bevorzugen und stets von Zuversicht begleitet sind, genügt es, im Unbekannten etwas Vertrautes zu entdecken. In anderen Fällen wiederum verkörpern Sprache, Architektur und autochthone Lebensformen das Gefühl von Zugehörigkeit und Identität.
Roberta Dapunt schreibt: «Heimat ist kein Ort, sondern ein Zustand. Sobald Heimat auf Begriffe reduziert wird, verliert sie ihren Zauber».
Freitag, 10. Juli 2026, 17 Uhr.
Eintritt CHF 20 pro Person, inklusive Umtrunk im Anschluss.
Roberta Dapunt, geboren 1970 in Abtei/Badia (Italien), lebt und arbeitet in Südtirol. Sie schreibt in italienischer und ladinischer Sprache und zählt zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Lyrik. Ihre Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und fanden Eingang in Musik, Theater und Film. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Bei Einaudi erschienen ihre Gedichtbände La terra più del paradiso (2008), Le beatitudini della malattia (2013), Sincope (2018) und zuletzt Il verbo di fronte (2024). Auf Deutsch bei Folio. 2018 hat sie den renommierten Premio Letterario Internazionale Viareggio Rèpaci per la Poesia gewonnen.
Am 16. Juni 2026 wird sie mit dem italienischen Literaturpreis Premio Montale per la poesia ausgezeichnet.